Die legendäre Seufzerbrücke, die vom Dogenpalast ins ehemalige Gefängnis führt und die prachtvolle Uferpromenade der Riva degli Schiavoni sollte man sich möglichst abends anschauen, wenn die Touristenströme etwas abgeebbt sind. Die Chiesa San Zaccaria gehört zu einem ehemaligen Benediktinerinnenkloster und ist eine der ältesten Kirchen der Stadt. Da der Bau über die Jahrhunderte hinweg häufig Veränderungen unterworfen war, ist die Kirche heute ein etwas skurriler Stilmix, was Bellinis “Thronender Madonna mit Kind und Heiligen” jedoch nichts anhaben kann.
Das Kloster diente früher als Verwahranstalt für adlige venezianische Töchter, um sie vor unstandesgemäßen Liebschaften zu beschützen. Besonders sehenswert ist die Chiesa San Giorgio dei Greci der griechisch-orthodoxen Gemeinde Venedigs. Die Griechen waren die ersten Ausländer, die in Venedig sesshaft wurden und zeichneten sich durch ihre Fähigkeiten als Buchdrucker, Händler und Schreiber aus. Ein Fest für die Augen ist der Palazzo Querini-Stampalia, ein wunderschöner Renaissancepalazzo, der eine Kunstgalerie mit erlesenen Kostbarkeiten beherbergt. Neben der Gemäldesammlung ist auch der in einem Innenhof angelegte Zen-Garten sehenswert – ein Stück Japan in Venedig.
Wer vor dem verschlossenen Arsenale steht und sich für Schiffe begeistern kann, der mag sich im Schifffahrtsmuseum trösten. Hier erhält man Auskunft über das geheime Treiben im Arsenal und kann prächtige alte Gondeln bestaunen.
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